Marktsituation des deutschen Fahrradhandels 2013 aus Sicht des VDZ

Präsentation anlässlich der ZIV-Pressekonferenz am 25.03.2014 in Berlin

Am 25. März 2014 präsentierte der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) im Gebäude des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung in Berlin seine Wirtschaftsdaten 2013.

Bei dieser Pressekonferenz saß auch unser Geschäftsführer Thomas Kunz auf dem Podium. Er berichtete über die Marktsituation des Fahrradhandels aus Sicht des VDZ.

Die Umsatzentwicklung des Deutschen Einzelhandels allgemein verzeichnet seit längerem keine nennenswerten Steigerungen mehr.

Nach Kenntnis des VDZ hat sich der Fahrradhandel im vergangenen Jahr im Gegensatz zu den Vorjahren dieser Entwicklung angepasst und den Vorjahresumsatz gerade knapp erreicht, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. Bei einer weiter leicht rückläufigen Stückzahl der verkauften Räder insgesamt konnte diesmal der Zuwachs bei den E-Bikes den Rückgang nicht - wie in den Vorjahren - ausgleichen.

Es gab aber wieder deutliche Entwicklungsunterschiede zwischen einzelnen Unternehmensgruppen und Betriebsgrößenordnungen.

Während größere Unternehmen ihre Umsätze weiter steigern konnten, haben vor allem kleinere Unternehmen erneut Marktanteile verloren. Zurückzuführen ist dies auf steigende Ansprüche der Käufer an die Auswahl und die Sortimentstiefe in den Geschäften sowie die zunehmende Techni-sierung der Produkte. Auch die wachsende Bedeutung der über das Internet vermittelten Umsätze spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle.

Dies alles ist für den Fachhandel mit hohen Investitionen in das Warenlager, die Serviceabteilung und den Marktauftritt allgemein verbunden, die vor allem von kleineren Betrieben oft nicht in ausreichendem Umfang erbracht werden können.

Daraus folgt, dass die kleineren Anbieter Marktanteile verlorenhaben und die Konzentration im Zweiradmarkt zunimmt.

Spezialisierung und hohe Servicebereitschaft ist die Antwort vieler kleinerer Betriebe hierauf. Um zu überleben müssen diese Unternehmen nach Auffassung des VDZ vermehrt darauf achten, im Servicebereich auch kostendeckende Erträge zu erwirtschaften.

Ohne Frage hat auch in 2013 der Verkauf von E-Bikes die wirtschaftliche Entwicklung im Zweiradmarkt stark beeinflusst. Die ursprünglich prognostizierten Zuwächse konnten allerdings nicht erreicht werden. Der VDZ geht davon aus, dass in der Warengruppe „Elektromobilität“ nur noch ein Umsatzzuwachs von ca. 6 % zu verzeichnen ist.

Die Rendite des Fachhandels hat sich im Wirtschaftsjahr 2013 offensichtlich verschlechtert. Rückläufige Handelsspannen bei steigenden Kosten, insbesondere der Personalkosten sind hierfür verantwortlich.

Für den Rückgang der Handelsspanne sorgten der scharfe Wettbewerb sowie die hohen Verluste beim Abverkauf von Überbeständen und „Altware“.

Auf Grund des schnellen technischen Wandels musste der Fachhandel vor allem bei E-Bikes deutliche Abschreibungen auf Überbestände vornehmen, was bei dem immer noch zunehmenden Umsatzanteil dieser Warengruppe immer stärker den Rohertrag der Betriebe beeinträchtigt.

Wachsende Aufwendungen mussten die Betriebe für die immer wichtiger werdende Qualifikation der Mitarbeiter im Verkauf und in den Serviceabteilungen erbringen.

Weitere Themen waren die Entwicklung der E-Bikes, die Stiftung Warentest, E-Commerce und allgemeine Entwicklungstrends im Fahrradfachhandel. Die komplette Presseinfo und die vorgestellten Charts können Sie hier einsehen:

VDZ-Presserklärung 25.03.2014

Charts 25.03.2014

 

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